Heuhof (Sruby)
Kreis: Taus
Kategorie: Gemainde
Jahr des Verschwindens: 1950 - 1960
Grund des Verschwindens: Grenzzone
Beschreibung
Heuhof befand sich etwa vier Kilometer südöstlich von Neumark im Tal des Flüsschens Chambach an der Landesgrenze zu Deutschland. Während der ganzen Zeit seiner Existenz gehörte der Ort abwechselnd zu Bayern oder zu Böhmen. Den deutschen Quellen nach entstand der Ort schon zur Zeit der Herrschaft der Grafen von Bogen (1086-1242). Die ältesten Aufzeichnungen über den Ort stammen jedoch erst aus dem Jahr 1514. 1518 befinden sich hier fünf Gehöfte. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gab es fünf Wirtschaftshöfe in Heuhof. 1838 lebten hier 73 Einwohner in 12 Häusern.
Vor dem Zweiten Weltkrieg hatte Heuhof zusammen mit dem Einzelhof Staumühle 21 Häuser, in denen 147 Deutsche, 7 Tschechen und 3 Ausländer lebten. Nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich der Ort im militärischen Sperrraum und wurde abgerissen.
Heute sind nur zwei Objekte erhalten geblieben, die als Kompaniestützpunkt der Grenzwache genutzt wurden.
Quelle
- Chytilův místopis ČSR (2., aktualisierte Ausgabe aus dem Jahr 1929), herausgegeben von: Alois Chytil (Böhmen, Mähren, Schlesien, Slowakei, Karpaten)
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Zdeněk Procházka, Putování po zaniklých místech Českého lesa - I. Domažlicko
Lage
Breite N(Y)° 49.31453 Länge E(X)° 13.00867 (GPS)