Schneiderhof (Myslív)
Kreis: Taus
Kategorie: Gemeinde
Jahr des Verschwindens: 1950 - 1960
Grund des Verschwindens: Grenzzone
Beschreibung
Der Ort lag etwa 2 km westlich von Neumark an der Grenze zu Deutschland. Das Dorf entstand wahrscheinlich in den 70er Jahren des 16. Jahrhunderts. Mitte des 18. Jahrhunderts lebten hier 20 untergebene Familien. Im Ort gab es einen Weiher, eine Schmiede und eine Mühle. 1789 bestand Schneiderhof aus 34 Häusern. 1930 lebten 266 Menschen deutscher Nationalität und 5 Ausländer hier, verteilt auf 56 Häuser. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Vertreibung der deutschen Bevölkerung lag Schneiderhof in der militärischen Sperrzone, was das Ende des Ortes bedeutete. Heute erinnert nur noch der Teich an den Ort, der aus dem Schneiderhofbach gespeist wird. Im eigentlichen Dorf ist ein altes gemauertes Umspannhäuschen erhalten geblieben, das im nördlichen Teil des Ortes stand. Am Weg nach Klein Schneiderhof steht der beschädigte Sockel eines alten Kreuzes.
Quelle
- Chytilův místopis ČSR (2., aktualisierte Ausgabe aus dem Jahr 1929), herausgegeben von: Alois Chytil (Böhmen, Mähren, Schlesien, Slowakei, Karpaten)
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Zdeněk Procházka, Putování po zaniklých místech Českého lesa - I. Domažlicko
Lage
Breite N(Y)° 49.34364 Länge E(X)° 12.97047 (GPS)