Sahorsch (Záhoří)

Kreis: Tachau

Kategorie: Siedlung

Jahr des Verschwindens: 1950 - 1960

Grund des Verschwindens: nach 1945 allmählich ausgesiedelt

Beschreibung

Záhoří lag in der Ebene in der Nähe vom Zusammenfluss des Flusses Mže und des Kosí Bachs südwestlich von Čenošín. Die ältesten Erwähnungen des Dorfs kommen aus dem Jahr 1544. Im Jahr 1656 bestand die Gemeinde aus drei Bauernhöfen und eine leere Hütte. Diesen Zustand gab es auch 100 Jahre später damit, dass zum Dorf auch die Herrschaftsmühle an Mže gehörte. Im Jahr 1838 hatte die Gemeinde schon 15 Häuser, in denen 96 Siedler lebten.

Im Jahr 1921 gab es in der Gemeinde 97 Einwohner, die in 16 Häusern lebten. Im Jahr 1930 lebten dann in 17 Häusern 80 Siedler. In dem Zweiten Weltkrieg fielen 8 Männer, was für so eine kleine Gemeinde ein großer Schlag war. Nach der Aussiedlung der deutschen Einwohner wurde die Gemeinde wieder besiedelt, aber die Anzahl der Einwohner war kaum eine Hälfte des Vorkriegszustands. Am Anfang der fünfziger Jahre wurde die Gemeinde definitiv ausgesiedelt und die verlassenen Anwesen fingen schnell an, zu verfallen.

Bis in die Gegenwart überlebte nur das Haus des ehemaligen Bürgermeisters von Záhoří, das in den neunziger Jahren anfing, rekonstruiert zu werden. Im Jahr 2007 wurde sogar die Kapelle über Záhoří erneuert und ausgeweiht. An die alte Tradition der Wallfahrten erinnert alljährlich Butterbrotfeste mit der Teilnahme der ehemaligen tschechischen und deutschen Einwohner der Gemeinde.

Quelle

  •  Chytilův místopis ČSR (2., aktualisierte Ausgabe aus dem Jahr 1929), herausgegeben von: Alois Chytil (Böhmen, Mähren, Schlesien, Slowakei, Karpaten)
  • Zdeněk Procházka, Putování po zaniklých místech Českého lesa - II. Tachovsko

Lage

Breite N(Y)° 49.80036   Länge E(X)° 12.84428 (GPS)

Karte ()

Fotos (von früher/ aktuelle)

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